Dem legendären Magazin Planet Herrmann wurde in letzter Zeit von mehreren Seiten vorgeworfen, militanten Aktionen gegenüber dem weitgehend unselbständigen Teil unserer Gesellschaft (ca. 95%) wenig bis nicht ablehnend gegenübergestanden zu haben und strafbare Handlungen teilweise gutzuheißen.

Dies ist falsch

Richtig ist, daß sich Planet Herrmann von folgenden Vorkommnissen ausdrücklich distanziert und erklärt, diese zu keinem Zeitpunkt gutgeheißen zu haben:

Seit der ersten Abwälzung des finanziellen Risikos der Deutschen Post AG auf Kleinaktionäre mehren sich insbesondere am Börsenplatz Frankfurt Anschläge auf Einrichtungen dieses Unternehmens. Briefkästen wurden mit Beton ausgegossen oder mit Kugellagerkugeln gefüllt, so daß sie beim Entleeren durch die Hebelwirkung aus der Wand gerissen wurden, 80 Briefe à 1 kg wurden gleichzeitig an eine Person im 16ten Stockwerk per Einschreiben geschickt (bei abgeschaltetem Fahrstuhl) und dann die Annahme verweigert, es tauchen vermehrt perforierte Pakete an nichtexistente Adressen auf, die mit Kopiertoner gefüllt sind, Sondermüll wird mit falschen Absende- und Empfangsadressen am Postschalter aufgegeben und dergleichen Dinge mehr.

Besonders im DaimlerChryslerland Baden-Württemberg mehren sich seit Jahren die Fälle, in denen KFZ der Marke Smart auf die Heckklappe gestellt oder KFZ der sog. A-Klasse von 2-3 meist Minderjährigen auf den Bürgersteig umgekippt werden. Die Exekutive ist weitgehend machtlos, da die Täter zumeist nicht im strafmündigen Alter sind und viel schneller als ein Streifenpolizist laufen können .

In der Nacht vom 18. auf den 19.07.00 wurde in 97,2% aller Kabinen der Herrentoiletten der Autobahnraststätten praktisch gleichzeitig der Ausspruch »Warum kriegen Brummifahrer kein AIDS? Brummifahrer haben keine Freunde.« mit wasserfestem Filzstift geschrieben. Der Verfassungsschutz ist besorgt über eine bislang unbekannte Organisation, die offenbar bundesweit Sympathisanten besitzt und bis dato nicht in Erscheinung getreten war.

Am 12.09.01 um 16.27 Uhr wurden im gesamten Bundesgebiet insgesamt 104 große Mobilfunk-Sendemasten durch Sprengungen zerstört oder schwer beschädigt. Die Netzbetreiber schoben den zeitweiligen Totalausfall auf Sonneruptionen ab, um den Vorfall zu vertuschen.

Vermehrt werden seit einigen Monaten Anschläge auf Zeitungsverkaufskästen der örtlichen Boulevardpresse (insbesondere der BILD-»Zeitung«) gemeldet. Die Kästen werden z.B. bei Minustemperaturen nachts innen mit Wasser ausgegossen, oder bei Regen offen stehen gelassen (indem die Klappe mit Klebeband fixiert oder entfernt wird), es werden eklige Gegenstände aller Art in den Münzschlitz praktiziert und in der warmen Jahreszeit finden aufmerksame Zeitungsleser öfter Hundeexkremente, Hackfleisch, rohe Leber, Maden, klebrige Getränke, Wespen, Biomüll und Springteufelchen in den Kästen.

Seit Ende Dezember 2001 ist es in den meisten größeren Städten der BRD Jugend-Volkssport geworden, die neu errichteten Telefonstangen umzutreten, die rosa Beleuchtung derselben durch Steinwürfe zu eliminieren, die Münzeinwurf- und Kartenschlitze mit Sekundenkleber zu fixieren, in die Hörer zu pinkeln oder auch die kompletten Telefonstangen zu stehlen und als coolen Garderobenständer in den eigenen Hausflur zu stellen.

In Hamburg müssen die Werber der Scientology Church seit Anfang 2002 vermehrt damit rechnen, als Antwort auf ihre freundlich-penetrante Aufdringlichkeit z.B. die Worte »Was hast Du gesagt, Du Schwein?! Ich soll ein mieses kleines dummes Arschloch sein?! Na, warte!« entgegengeschrieen zu bekommen, bevor sie einen Nasenbein- oder Kieferbruch und/oder eine Hodenquetschung erleiden. Bislang ist jedes Verfahren wegen Körperverletzung eingestellt worden, da stets mindestens zwei Zeugen unabhängig voneinander aussagten, der Scientology-Werber hätte den Angeklagten schwer beleidigt und tätlich angegriffen, so daß hier der Sachverhalt der Notwehr zum Tragen kam.

Bei der diesjährigen Klausurtagung der CSU im Wildbad Kreuth wurden erhebliche Mengen LSD im Trinkwasser der Tagungsstätte gefunden. Da jedoch keiner der Anwesenden etwas anderes als Bier zu sich genommen hatte, blieb dieses Attentat folgenlos.

In Wasserburg am Inn lief im März ein Beschäftigter eines ortsnahen Straßenbauunternehmens Amok. Er stahl nachts eine Asphaltiermaschine und teerte je ca. 200 m der kopfsteingepflasterten Straße zu beiden Seiten seiner Altstadtwohnung. Als Begründung gab er an, nachts wegen des horrenden Verkehrslärms, den Kopfsteinpflaster zu verursachen pflegt, seit Jahren nicht mehr richtig schlafen zu können, was ihn zermürbte und zu dieser richtungsweisenden Tat veranlaßte.

Im Raum Hannover und Paderborn mehren sich seit Ende 1999 Fälle von Sachbeschädigung an Kraftfahrzeugen, die durch Spoiler und ähnliche Accessoires verändert wurden. Insbesondere die Marke BMW mit der Baureihe 3... ist immer wieder bevorzugtes Ziel. So wurden z.B. mit Autolack Sätze wie »Power to the Bauer«, »I love my Schnauz«, »Kenwood«, »SuperturboGTIgeilomat«, »Boooooaey, 2000 PS!!!!!!«, »Blond fährt mit« und ähnliches über die gesamte Länge von Fahrzeugen gesprüht, Alufelgen olivgrün oder kotbraun lackiert, »Lackier' mich« mit Schraubenziehern o.ä. in die Türen gekratzt, mit lösemittelbeständigen Stiften Gänseblümchen, Smilies, Peace-Zeichen etc. auf die Türen gepinselt oder mit Sekundenkleber Geranienkästen auf Heckspoiler geklebt.

Planet Herrmann

erklärt an dieser Stelle nochmals ausdrücklich,

diese Vorfälle

zu keinem Zeitpunkt gutgeheißen zu haben

und distanziert sich mit Nachdruck davon.

 

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