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Samt und sonders sämtliche überflüssigen Dinge, die sich irgendein debiles Werbeunternehmen auszudenken in der Lage ist, wurden einstmals, vor Jahrhunderten, als Neu-aus-den-USA angepriesen, und »Jaaaaaaaaaaaaahaaaaaaber in Ameeeeerikaaa, da...« war bis Mitte der achtziger Jahre, bevor Internet und Satellitenkommunikation jedermann klarmachte, daß die USA nur ein Werbetrick der Medienindustrie ist, ein oft gehörtes und wichtiges »Argument« um Fehlentscheidungen jedweder Art in jedweder Branche zu legitimieren. Alles Quatsch!
In Wahrheit hat sich die sogenannte Entdeckung Amerikas
Als Kolumbus damals auf den Philippinen an Land gegangen war, bemerkte sein erster Offizier Amerigo de Rosão irgendwann, nachdem er einen einheimischen Taxifahrer gefragt hat, daß sie nicht in Amerika, sondern in Legaspi gelandet sind, was bekanntermaßen auf den Philippinen liegt, wie der aufmerksame Leser, selbst wenn er es nicht gewußt haben sollte, möglicherweise hätte erraten können. Später wurde Rosão zu Ehren aber nicht etwa eine Philippineninsel, sondern der Küstenstreifen zwischen Madras und Kalkutta auf dem indischen Subkontinent, Ameriga (zu deutsch: Amerika) benannt, wo Kolumbus schließlich eigentlich auch hin wollte, weil er als einziger seiner Zeit ahnte, daß es den amerikanischen Kontinent nicht gab (er wußte natürlich nichts von der Insel Südamerika, denn die war ja auf der Unterseite der Erdscheibe). Doch dazu später. Die Philippinen selbst durften nämlich weder nach Amerigo de Rosão, noch nach Kolumbus benannt werden, da sie ja bekanntermaßen schon nach König Philip V von Portugal benannt waren und dieser Monarch Vorschlägen für Namensänderungen nicht zugänglich war. Vorher hießen die Philippinen übrigens schlicht Föderative Volksrepubliken von Malaysia (im Gegensatz zur Demokratischen Republik Malaysia, dem heutigen eigentlichen Malaysia). Nach einem mehrtätigen Aufenthalt in dieser töricht langweiligen Inselrepublik donnerte er dann volle Möhre durch die Sulusee und die Malaccastraße, die übrigens erst Mitte des 19. Jahrhunderts nach dem griechischen Leichtmatrosen Kurazos Malakka benannt wurde, als er einen Mädchenvermittler in Singapur gefragt hatte, ob er auch 8 bis10-jährige Mädels anböte und wo denn eigentlich dieser Meeresarm hinführe, woraufhin der Geschäftsmann auf Griechisch erwiderte: »Ne, Malakka*)« und »in den Golf von Bengalen«. Letzthin landete Kolumbus’ treues Schiff direkt im schönen Vishakhapatnam, nördlich der Koromandelküste auf der Ostseite des indischen Subkontinents, womit der flotte Genoveser endlich da angelangt war, wo er eigentlich hinwollte. Dieses Gebiet war damals selbst den eingeweihtesten und eingeborensten Fremdenführern so wenig bekannt, daß es dafür einfach noch keinen Namen gab.
Amerigo de Rosão schlug daher vor, daß man alles 1.000 km nördlich und südlich vom lieblichen Vishakhapatnam doch Amerigo nennen könnte, was sein Boß mit einem flapsigen »Klar Nummer Eins, warum nicht?« genehmigte. Allerdings schränkte er die Namensgebung kurz darauf doch noch etwas ein, denn, schließlich sei hier die Gegend ja so supergeilomat schnuckelig, daß der Landstrich einen weiblichen Vornamen — Ameriga — haben müsse (wir erinnern uns: Columbus war Genoveser und das »K« kennen die Italiener bekanntermaßen nicht). Nachdem sie alles, was an Wertvollem zu finden war, weggeplündert und aufgegessen hatten, wobei ein Haufen eingeborene Indianer den Löffel abgeben mußte, trieb sie der Wind weiter nach Süden in den indischen Ozean. Ein paar Kilometer nördlich von Moratuwa auf einer tropfenförmigen kleinen Insel südöstlich von Indien machten sie noch mal Halt, weil Kolumbus pissen mußte. Als er dieser Tätigkeit, die seine volle Aufmerksamkeit erforderte, nachkam, wurde er von einigen sich anschleichenden Tamilen überrascht, die ihn sofort bedingungslos anbeteten und ihn fragten, wie sein Name lautete. Dazu sei erwähnt, daß die damaligen Seefahrer Blasen und Gedärme aus Granit hatten und auf See normalerweise überhaupt nicht evakuierten, um die Meere nicht zu verschmutzen. Solche Urinmengen hatten die Tamilen, die als Nichtseefahrende wahrscheinlich ursprünglich von Afrika und Indien aus auf die Insel gebeamt wurden, natürlich noch nie gesehen. Kolumbus stammelte seinen Namen, wegen der plötzlichen Überraschung versehentlich nicht auf Sanskrit, sondern in seiner italienischen Muttersprache. Anschließend bauten die Tamilen rund um die benetzte Stelle in Windeseile eine Stadt, benannten sie nach dem kühnen Eroberer der Weltmeere und erklärten sie zur Landeshauptstadt. Anschließend fragten die Eingeborenen ihn auf Englisch, was er denn von Beruf sei. Kolumbus antwortete in sehr schlechtem, italienisch verfärbtem Englisch, daß er von Beruf Seemann sei, was die Tamilen veranlaßte, ihre gesamte Insel nach diesem ehrenwerten Beruf, den es dort nicht gab, zu benennen. Manche Einheimischen konnten aber Kolumbus’ verhackstückelte Version von »Sailor« nicht richtig aussprechen, so daß die Insel noch einen zweiten Namen erhielt, der aus Abkürzungen zusammengesetzt wurde: »S.R.I.L.A.N.K.A.« Ausgeschrieben und aus dem Sanskrit übersetzt hieß das: »Die begnadete Insel auf der der verwegene Seemann seine Notdurft verrichtete«.
Der Rest der Reise ist schnell erzählt: Aden – Suez – Tripolis – Costa Brava – Lissabon und fertig. Als Kolumbus viele Wochen später endlich wieder sein trautes Heim zu Genua im Schoße seiner Familie aufsuchte, sprach sein holdes Weib, das so lange seiner Gegenwart entbehren mußte: »Hey Gris, wo warst du denn so lange? Ich hab’ mit dem Essen auf dich gewartet. Wird doch alles kalt, Mensch! Hast du wenigstens Pfeffer mitgebracht? Und Gurken? Und Butter? Und eine Kiste Mineralwasser? Sag mal, für was schreib’ ich dir das extra auf, hä? Was soll das heißen, die Geschäfte hatten schon zu? Du warst doch sicher wieder bei den Weibern, oder? Willst du mir weismachen, daß...«
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*) Heißt sinngemäß etwa:
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