Menschen sind zu 99,9% einfach schlichtweg zu dumm, zu ängstlich, zu verlogen, zu arrogant, zu verblödet und zu devot, um die Tatsache zu akzeptieren, daß das gesamte Universum nichts weiter als ein dummer nichtbegründeter Zufall ist, der weder von Jemandem (menschenähnlichen) noch von Etwas (menschenähnlichem) noch von einer (menschenähnlichen) Kraft oder Energie zu einem bestimmten (menschentypisch hehren) Zweck initiiert wurde. Es macht ja - und darüber sind sich alle gebildeten, denkfähigen Individuen einig - bekanntermaßen keinen Sinn, nach dem Sinn der Existenz zu fragen, da dieser schlechthin schlichtweg nicht vorhanden ist. Dennoch existiert selbst in unseren völlig degenerierten Breitengraden ein gerüttelt Maß an Wahlberechtigten, welche zweifellos der Meinung sind, es mache tatsächlich voll ohne Scheiß irgendeinen auch nur ansatzweise erkennbaren Unterschied, ob der Begriff für »Ich bin ein watteweicher, selbstverleugnender Lattemacchiatotrinker, denn ich führe permanent Befehle mir in jedweder Hinsicht Überlegener aus« nun Gott, Allah, Elvis, Buddha, Seele, Aszendent, Aura, Kismet, Tarot, Walhalla, Horoskop, Shiva, Satan, Justin oder Schalke heißt. Mitnichten! Denn: Das Konzept der Verantwortungs- und Vernunftverweigerung an sich, welches von manchen Personen mit dem Wort Religion umschrieben wird, ist ja erwiesenermaßen per se schon grundfalsch. Der Mensch, insbesondere der vollends widerwärtige Typus der weichbirnigen Supermemme, für welche immer stets nur ausschließlich einzig, allein und überhaupt die anderen Schuld sind, neigt aber nun einmal dazu, jemandem für alles, was einem so im Lauf des Lebens widerfährt, die Schuld in die Schuhe zu schieben. Häufig ist dieser Jemand ein/e höhere/s Wesen/Kraft/Energie/Bewußtsein, dessen Existenz aufgrund wirtschaftlicher Interessen skrupelloser Geschäftemacher oftmals schon vor vielen Jahren phantexistent gemacht wurde und mit dem schwäbischen Ingenieursdogma (»Des hän mer scho immer so gmacht«) bis ins dritte Jahrtausend nach Beginn der zu einem willkürlichen Zeitpunkt begonnenen Zeitrechnung vehement verteidigt wird . Auf den Punkt gebracht können diese kollektivkonditionierten Individuen es eigentlich nur nicht verkraften, daß ihre Existenz einen Sinngehalt von exakt Null (i.e. Nichts, Nada, Niente...) hat. Die »Das kann doch nicht sein, da muß es doch etwas geben...«-Leute glauben zwar nicht an Himmel und Hölle, sondern sie besitzen die Arroganz, zu hoffen, daß nach der Beendigung der biologischen Funktionen tatsächlich das Bewußtsein oder etwas Ähnliches für eine Rückblende à la Das war Ihr Leben erhalten bliebe, auch wenn es ja nicht, aber doch, irgendwo sowieso, schon immer, wat mut, dat mut, näch? Oder mit anderen Worten ausgedrückt: MEGAHOSENSCHEISSER IM QUADRAT!!! Doch halt! Neueste Untersuchungen haben dennoch kürzlich ergeben, daß zumindest der weitere Verlauf der Welt nach dem Ende der selbigen bereits zum gegenwärtigen Zeitpunkt vollständig aufgeklärt ist. Denn das Universum verläuft nicht etwa linear! Es verläuft aber auch mitnichten zirkular (was den jetzt hämisch Grinsenden den Wind aus den Segeln nehmen wird...). Sondern? Ausgedehnte Expeditionen in bislang unerforschte Gebiete der Welt haben zweifelsfrei und unwiderlegbar ergeben, daß sich die Welt nach ihrem Ende gabeln wird, so wie es die berühmte Hose der Kausalität, von der schon unsere Großeltern zu berichten wußten, schon seit Jahrhunderten zu tun pflegt. Die Forschung erwies sich als schwierig, gefahrvoll, voller Überraschungen und verschlang ermeßliche Reichtümer an Zeit, Geld, Menschen- und Maschinenmaterial, aber es hat sich letztendlich dann doch noch volle Möhre gelohnt. Der Beweis ist erbracht, wie man hier sehr schön sehen kann, sofern man nicht von Blindheit geschlagen oder Stromlosigkeit geplagt ist. Denn: Nach dem Ende der Welt wird sich die Existenz derselben in zwei unterschiedlichen Dimensionen fortsetzen.
Damit ist nun endlich ein für allemal sicher und aufgrund handfester Beweise unumstößlich die Frage beantwortet, »Wohin« es nach dem Ende der Welt gehen wird. Diese Frage galt nach der bisherigen, durch Computersimulation errechneten Meinung, mit »Zweiundvierzig« zwar bereits als hinreichend beantwortet, jedoch weiß heute die niemals in ihrer Neugier verzagende Wissenschaft dank kostspieliger, aufwendiger, in der stets gültigen, nie in Frage gestandenen Rechtschreibung verfaßter Forschungsergebnisse weitaus mehr als noch bis vor Kurzem überhaupt für möglich gehalten wurde. Die Welt wird sich nämlich, wie weiter oben bereits erwähnt, nach ihrem Ende eindeutig gabeln. Das ist hier photographisch eindeutig belegt. Es handelt sich also nicht um eine schnöde These, sondern um echte Beweise, die selbst vor einem Schwurgericht britischer Prägung Bestand hätte.
Das linke Hosenbein der Weltfortsetzung wird »Garding« benannt werden, das rechte »Vollerwiek«. Beide Worte entstammen nicht dem Sanskrit und bedeuten soviel wie »linkes Hosenbein« und »rechtes Hosenbein«. Doch damit nicht genug. Die ebenso alte Frage nach dem »Woher« des Universums wurde durch Zufall gleich mitgelöst. Dies war zwar weder beabsichtigt, noch von irgendwelchem auch nur rudimentärem wissenschaftlichem Interesse, aber dennoch wurde dieser unbedeutende Fund zu Dekorationszwecken mitfotografiert und in dieser wissenschaftlich-philosophischen Abhandlung in dem Magazin Planet Herrmann veröffentlicht. Denn die Welt, bzw. das Universum, wie es einige arrogante Spaßvögel manchmal zu nennen pflegen, unwissend, daß es bald zwei davon geben wird (was dann folglich Duoversum genannt werden muß), begann ihren Siegeszug zuerst in dem bis vor wenigen Jahren maximal als weißer Fleck auf der Landkarte erscheinenden Nordfriesland auszudehnen. Was wir schon alle seit Urzeiten vermutet hatten, manifestiert sich nun endlich öffentlich. Obenstehend der Beweis dafür.
Um nun jene viel weiter oben bereits heftig verspotteten windelweichen Gesellen nachhaltig beruhigen zu können lautet das Fazit dieser weitschweifigen Abhandlung, welches das Gabelungsphänomen auch für schlichte Gemüter zugänglich machen wird: »Erstens kommt es anders, Zweitens als man denkt!« |