Brandheiß von der ...

Die ultimative Book-Manufacturing-Software aus dem Hause SoftLit.

 

Das renommierte Gießener Softwarehaus SoftLit präsentierte auf der letzten Frankfurter Buchmesse erstmals die deutschsprachige Version 1.0 ihrer Literatur-Suite The Novelist. Nach über zwei Jahren Praxistest der Beta-Versionen hat sich SoftLit nun endlich durchgerungen, eine marktfähige Version ihres vielbeachteten Produktes anzubieten.

The Novelist ist -einfach ausgedrückt- ein Programm, das selbständig Bücher schreibt, indem man einige wenige Variable eingibt. Ähnliches ist zwar aus der Musik schon seit ATARI-Zeiten bekannt, jedoch ist es im Book-Sektor die erste voll funktionsfähige und autonome Manufacturing-Software.
Komplexe Algorithmen sorgen dafür, daß sich ein Roman, selbst bei gleicher Variablenwahl, erst nach 10 Millionen Versionen wiederholen kann. Dies hat den Vorteil, daß quasi unendlich viele Fortsetzungen zu einem Bestseller geschrieben werden können. Das Buch als Serie!
Ebenso besteht die Möglichkeit, eigene Stilcharakteristika einzuprogrammieren, damit der Computer sich nach und nach Ihrem Schreibstil anpassen kann.
Aufgrund der vielen literarischen Genres und des Preises von weit über EUR 10.000,-- kommt die Komplettversion wohl nur für Verlagshäuser u.ä. in Frage. Die Einzelversionen pro Genre sind jedoch durchaus erschwinglich und insbesondere für freischaffende Schriftsteller interessant.

Die Versionen im einzelnen:

Version K wie Kriminalroman: max. 20 wählbare englische oder einsilbige deutsche Namen (aus einer Vorschlagliste von rund 1.000 Stück), maximal 100 Tote, max. 320 Seiten, max. 100 verschiedenen Handlungsorte (davon rund 20 Großstädte in den USA), verschiedene Stilistiken wählbar (Simenon, Cotton, Christie, Wallace etc.). Für diese Version lagen bereits am ersten Messetag über 500 Bestellungen vor. Preis: EUR 1.499,--

Version A wie Action/Love-Roman: max. 40 wählbare Namen aus einer internationalen Vorschlagliste (ca. 5.000 Namen), max. 1.000 Tote, max. 800 Seiten, min. 10 Geschlechtsverkehre, über 400 (!) Handlungsorte. Als besonderer Bonus können bis zu 21 frei wählbare Geheimdienste und Organisationen gleichzeitig die Handlung mitgestalten. Stilistiken: Simmel/Konsalik, Puzo, Danella... Ebenfalls ein absoluter Renner auf der BuMe. Preis EUR 2.099,--.

Version S wie Suhrkamperzählung. max. 3 Personen, max. 80 Seiten, Anämiegrad einstellbar. Stil: Peter Handke u.ä., Ranickisicher! Preis: EUR 19,95.

Version G wie großer deutscher Roman: max. 50 Personen, max. 650 Seiten, max. 10 Tote, max. 150 Geschlechtsverkehre (Deftigkeitsgrad von 1-10 einstellbar), garantiert eine bildhafte Umschreibung pro Seite, garantiert ohne interessante Rahmenhandlung, max. 400 Orte (davon mehr als die Hälfte mit weniger als 2.000 Einwohnern), in alter oder neuer deutscher Rechtschreibung. Ranickisicher! Stil: Grass, Hesse, Frisch etc. EUR 999,--.
Version G2
: Ergänzungssoftware zu Version G; Liefert ihnen gleich die passende Sekundärliteratur und schreibt promotionsfähige Interpretationen zu ihrem Roman. Einfach mitlaufen lassen...fertig. Nur EUR 19,95.

Version H wie Horrorgeschichten: max. 20 Personen, max. 20 übernatürliche Wesen, max. 100.000 Tote, max. 1.800 Seiten, max. 250 Geschlechtsverkehre, Auswahlliste sämtlicher (!) Ortschaften Neuenglands u.v.a.m. Stil: u.a. King. Der dritte große Renner auf der BuMe. Preis EUR 666,--.

Version E wie emanzipierte Frauengeschichten: 20 frei wählbare Vornamen, die automatisch mit Artikel geschrieben werden (die Ute, der Fabian...), Erzählperspektive ausschließlich „Ich“,  max. 1 Toter, max. 25 dezent beschriebene Geschlechtsverkehre, max. 50 verschiedene Beziehungskrisensituationen, Wortschatz bis zu 200 (!) Worten einstellbar, max. Satzlänge bis zu 10 Worten, max. 150 Seiten. Stil Eva Heller u.a.
Preis EUR 69,--.

Version P wie Poesie: max. 50 Seiten, max. 100 Zeilen pro Gedicht. Parametereinstellungen (von 0-10): Reimgrad, Sinn, Zusammenhang, Tiefgang, Weltschmerz, Rechtschreibung, u.v.a.m.
Preis EUR 12,95.

Version R wie russischer Roman. Die Verpackung trägt den Slogan »Schreiben Sie ihr eigenes Krieg und Frieden«. Max. 2.000 Personen mit dreiwortigen/viersilbigen Namen, Handlungszeiträume bis zu 500 Jahren, max. 2.500 Seiten in mehreren Bänden, 800 Orte, max. 10 Kriege/Revolutionen u.v.a.m. Stile: Dostojewski, Tolstoi etc. Der Umfang dieser Software hat natürlich ihren Preis: EUR 1.999,--.
Dazu passend gibt es auch hier für EUR 29,95 eine Sekundärliteratursoftware, Version R2.

Version SF&F wie Science Fiction und Fantasy: max. 3.000 Seiten in 10 Bänden, max. 100 Personen, max. 800 Handlungsorte, Satzlänge bis max. 15 Worte einstellbar, mit Karten-, Stammbaum- und Szenen-Illustrationsmodul, Erzählzeiträumen von bis zu 10.000 Jahren u.v.a.m. Dieses umfangreiche Paket wird komplett mit verschiedenen coolen Bildschirmschonern, Soundeffekten und einem Set an ausgefallenen Icons und Mauszeigern (Schwerter usw.) geliefert. Diese Fülle an Zusatzfeautures hat natürlich ihren Preis: satte EUR 3.999,--.

 

Alles in allem hat SoftLit mit dem Novelist ein äußerst leistungsfähiges und komfortables Softwarepaket auf die beine gestellt. Hinter vorgehaltener Hand erfährt man,  daß erste Ausdrucke der Beta-Tester bereits in den Spiegel-Bestsellerlisten zu finden waren, wobei allerdings keine Namen genannt werden durften.
Die Rechenzeiten sind zwar nicht gerade winzig, aber angesichts des Ergebnisses verständlich (bei einem 2,4er Pershing IV-PC ca. 1 bis 10 min. pro Seite, je nach Version, Komplexität, Anzahl der Personen/Orte, Satzlänge usw.).

The Novelist
funktioniert für PC oder Mac als Stand-Alone Programm oder als PlugIn in den gängigsten Textverarbeitungs- und Layout-Programmen (Word, QuarkXpress etc.),  damit das Buch sofort gedruckt werden kann. Eine Linux-Version ist in Vorbereitung.

Fazit: Nicht nur mangels Alternativen ist The Novelist uneingeschränkt empfehlenswert!

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