Ein neues ultra-essentielles megacube-sprudelgeiles Waschmittel ist seit kurzem auf dem Markt aufgetaucht.

Beim Rewe-Kind Plus, ehemals Markendiskonter, jetzt nur noch Aldinormawalmartlidl-Klon, der neben Lebensmitteln viel Unnützes für wenig Geld anbietet, gibt's seit kurzem die (vermutlich) eigene Waschmittelmarke Linux, die hier praxisgerecht Korn für Korn getestet werden soll.

 

Linux ist recht preisgünstig, daher wird der schärfste Konkurrent wohl das Aldi-eigene Tandil sein (welcher eventuell sogar mit Linux identisch ist). Doch genug geplänkelt, wichtig ist ja letzthin der Test.

Der wichtigste Punkt zuerst: Die Linux stinkt nicht so widerlich penetrant abartig nach Puffmutter oder Omaparfüm, wie das die meisten teureren Waschmittel zu tun pflegen.

Dafür ein besonders dickes Lob.

Die Testkriterien

Eine Waschmaschine bei 30° oder 40° ist bekanntlich nichts anderes als ein Inkubator.  Außerdem verträgt Kleidung, die Männer tragen, grundsätzlich 60° und mehr oder wird überhaupt nicht gewaschen (wie z.B. Schuhe und Jacken). Deswegen bleibt der bakterienfreundliche Temperaturbereich unberücksichtigt.

Der Praxistest
(Benotung 1= sehr gut; 5 = mangelhaft)

1 Trommel total verschwitzter Hemden, Socken und Unterwäsche in Farben grau/blau/schwarz mit reichlich Kragenschmutz und Bremsstreifen bei 60° wird locker sauber, ohne Probleme. Wenn nicht, wäre der Test damit beendet gewesen; Note 2.
1 Trommel Bettwäsche und Accessoires aus einem Gay-Club läßt bei 60° noch den einen oder anderen Rückstand, bei 95° gehen jedoch selbst hartnäckige Blutflecken weg. Die Waschkraft ist somit erwartungsgemäß mit allen anderen Vollwaschmitteln identisch; Note 2-3.
1 Trommel Woll-Strickjacken schrumpfen bei 95° auf etwa 68% ihrer ursprünglichen Größe zusammen. Ein sehr guter Wert, Note 1.
Baumwollhemden kann man mit der vorgeschriebenen Dosierung durchschnittlich 75 mal bei 60° oder 40 mal bei 95° waschen, bis die Farbe zu mehr als 3/4 entfernt ist und das Hemd langsam gemütlich aussieht. Ein sehr guter Wert, bei manchen Waschmitteln muß man Hemden wesentlich öfter waschen, bis sie ihre natürliche Färbung erreicht haben;  Note 1-2.
Überdosierung: eklige Waschmittelrückstände gibt es bereits bei fünfzigprozentiger Überdosierung. Ein eher unterdurchschnittlicher Wert, Note 3-4.
Maschinenschonung: wie jedes beliebige andere Vollwaschmittel entfernt auch Linux jede Art von Kalk gründlich, da es sonst nicht funktionieren könnte. Nach 1.500 Maschinen mit peinlich genau eingehaltener Dosierung bei 60° und 95° und Härtegrad 4-5, war an den Heizstäben der Waschmaschine, wie üblich, nicht der geringste Schatten eines Kalkrückstandes zu finden; Note 2.
Umweltverträglichkeit: Küchenschaben fressen Linux nur widerwillig, aber sie sterben auch nicht daran. Das ist i.O., Note 2.

 Fazit

Linux ist abgesehen von der erfreulich dezenten Parfümierung mit allen gängigen Vollwaschmitteln identisch. Somit kann es unbedenklich empfohlen werden. Kaufkriterium soll einzig und allein der aktuelle Preis sein.
Erfreulich, daß man mit dem Kauf von
Linux keine Fernsehwerbung finanzieren muß, das spart schon mal generell 2-4 Euro pro Packung.

Gesamtwertung
ohne preisliche Berücksichtigung

Note 2,07 = gut

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